
Herausforderung
Rockwool, ein weltweit führender Hersteller von nachhaltigen Steinwolle-Dämmstoffen, hat seinen Sitz in Roermond, Niederlande. Um die steigende Nachfrage nach einem der Hauptprodukte, der Rockpanel-Fassadenverkleidung, zu decken, benötigte Rockwool eine neue Lackieranlage. Zu diesem Zweck wurde eine neue Halle neben der bestehenden Produktionsstätte errichtet.
Rockwool beauftragte das Ingenieurbüro Volantis mit der Entwicklung einer nachhaltigen, gasfreien Lösung zur Erzeugung der für die neue Lackieranlage erforderlichen hohen Temperaturen. Bei dem Verfahren werden Rockpanel-Platten in vorgewählten Farben besprüht und durch Öfen geführt, um die Farbe schnell und effektiv zu trocknen und eine kratzfeste und witterungsbeständige Oberfläche zu gewährleisten. Dieser Prozess erfordert Temperaturen von bis zu 97 °C.
Lösung
Volantis wandte sich an die fortschrittliche Wärmepumpentechnologie von Trane, insbesondere an die Luft/Wasser-Wärmepumpen Trane CXAF und die industriellen Wärmepumpen Trane Exergy.
Jean-Pierre Coenen, Projektleiter bei Equans Niederlande, erklärt: "Volantis hat sich nicht ohne Grund für den Einsatz von Trane-Wärmepumpen entschieden. Die Trane Exergy-Industriegeräte sind in der Lage, die extrem hohen Temperaturen zu erreichen, die wir für die Rockpanel-Lackieranlage benötigen."
Die innovative Lösung bestand in der Verwendung von CXAF Luft/Wasser-Wärmepumpen als Wärmequelle für die Exergy Industrie-Wärmepumpen. Die auf dem Dach installierten CXAF-Geräte entziehen der Außenluft Wärme und liefern eine Temperatur von 45°C. Diese Wärme wird dann an einen 3000-Liter-Pufferspeicher im Technikraum übertragen. Von dort wird das Wasser an die Trane Exergy-Wärmepumpen weitergeleitet, die die Temperatur auf 97 °C erhöhen. Dieses Hochtemperaturwasser wird in einem weiteren 3000-Liter-Puffertank gespeichert, der sich in der Nähe der Produktionslinien befindet.
Jean-Pierre Coenen führt aus: "Das System ist so konzipiert, dass es die Wärme so lange wie möglich speichert. Nachdem die 97 °C warme Prozesswärme in der Lackierstraße verbraucht ist, wird das Rücklaufwasser, das etwa 80 °C warm sein kann, von den Trane Exergy-Geräten wieder auf 97 °C erwärmt. Sie können diese Temperatur problemlos halten. Die CXAF-Geräte werden in erster Linie zum Vorheizen während der Inbetriebnahme verwendet.
Eine Trane Exergy-Wärmepumpe bietet eine Leistung, die bisher nicht möglich war. Die maximale Verflüssigertemperatur der Exergy beträgt sogar 120°C. Für einen kleinen Teil der Rockpanel-Lackierstraße wurde jedoch eine noch höhere Temperatur benötigt. Hierfür werden jetzt Durchlauferhitzer eingesetzt. Zum Leidwesen von Rockwool gibt es dafür noch keine Wärmepumpenlösung, nicht einmal von Trane. Der überwiegende Teil der Lackierstraße (zehn von elf Verbrauchsstellen) ist jedoch vollständig nachhaltig.
Ergebnisse
Das Projekt wurde von Equans ausgeführt, das die vier Wärmepumpen in der neuen Produktionshalle installierte. Trane übernahm die Inbetriebnahme und stellte sicher, dass alles reibungslos ablief. Die Testläufe begannen im April 2024, und die neue Rockpanel-Lackierstraße ist nun voll einsatzbereit.
Jean-Pierre Coenen von Equans Niederlande stellt fest: "Dies ist die erste Produktionslinie bei Rockwool in Roermond mit nachhaltiger Wärmeerzeugung. Die erfolgreiche Implementierung hat bei Rockwool die Begeisterung für eine weitere Ökologisierung der Produktionsprozesse noch verstärkt. Die Trane Exergy-Wärmepumpen beweisen, dass hohe Prozesstemperaturen auf nachhaltige Weise erreicht werden können."
Die jährlichen Energie- und CO2-Einsparungen durch den Einsatz der Wärmepumpen können bis zu 80 % betragen. Rockwool ist mit der neuen nachhaltigen Lackieranlage sehr zufrieden und prüft nun Möglichkeiten, die bestehenden gasbefeuerten Produktionsanlagen auf einen gasfreien Betrieb umzustellen.
Die Trane Exergy Industrie-Wärmepumpe hat für Rockwool eine bahnbrechende Lösung geliefert, die eine nachhaltige Hochtemperatur-Prozesswärmeversorgung ermöglicht. Dieses Projekt erfüllt nicht nur den unmittelbaren Bedarf von Rockwool, sondern schafft auch einen Präzedenzfall für zukünftige nachhaltige Initiativen innerhalb des Unternehmens.


