
Herausforderung
Jeden Tag verlassen Millionen von Zeitungen die Druckerei von DPG Media in Amsterdam. Die Produktion selbst ist vollelektrisch, aber das bestehende Heiz- und Kühlsystem des Gebäudes, bestehend aus zwei Gaskesseln, einem thermischen Energiespeichersystem, Kältemaschinen und einem Kühlturm, war 25 Jahre alt und musste modernisiert und nachhaltiger gestaltet werden.
Das neue System würde die Kühlung und Beheizung der Produktionshallen und Büros übernehmen.
Lösung
Einer der alten Gaskessel wurde entfernt und durch eine neue Trane XStream™ RTWF Wasser/Wasser-Wärmepumpe mit etwa 1200 kW ersetzt. Von nun an wird die thermische Speicheranlage nicht mehr nur zur Kühlung, sondern auch für die Wärmeversorgung der Wärmepumpe genutzt. Das hydraulische System im Technikraum wurde an diese Neuerungen angepasst.
Der andere Gaskessel wird als Reserve beibehalten. Die Kälteanlage wird ebenfalls beibehalten. Das Fördersystem, einschließlich der Luftaufbereitung, wird ebenfalls unverändert bleiben. Alle neuen Anlagenteile arbeiten intelligent mit der vorhandenen Steuerungstechnik zusammen.
Ergebnisse
Im Herbst 2023 wurde die neue Anlage mit der Trane RTWF Wärmepumpe in Betrieb genommen. Es ist nun klar, dass dieses Projekt ein großer Erfolg ist. Im Winter 2023-2024 und 2024-2025 wurde kein Gas benötigt.
Die Kosteneinsparungen durch den Einsatz von Strom anstelle von Gas sind enorm. Nach Angaben von DPG Media wird sich die Investition in dieses Nachhaltigkeitsprojekt in 3,5 Jahren amortisiert haben.
Die Trane-Wärmepumpe bietet Effizienzgewinne durch die Nutzung von Restwärme. Bisher wurde die im Sommer im Erdreich gespeicherte Wärme im Winter über den Kühlturm nach außen abgeführt. Gleichzeitig wurde Erdgas zur Beheizung des Gebäudes verbrannt: etwa 400.000 m3 jährlich. Der Gasverbrauch ist nun auf Null gesunken.
Da die Wärmepumpe den thermischen Speicher als Quelle nutzt, muss die Wärme aus dem thermischen Speicher nicht mehr abgeführt werden. Der Kühlturm kommt nicht zum Einsatz. Dadurch spart DPG Media jährlich Tausende von Euro an Verwaltungskosten und Chemikalien. Weniger Chemikalien bedeuten natürlich auch mehr Nachhaltigkeit.
Die Wärmepumpe ermöglicht es auch, die Ladetemperatur der Kältequelle zu regulieren. Dadurch wird die Kältequelle im Sommer besser aufgeladen. Die vorhandenen Kältemaschinen müssen kaum noch eingeschaltet werden, wie sich im Sommer 2024 herausstellte. Dies führt zu zusätzlichen Kosteneinsparungen in Bezug auf Wartung und Lebensdauer.


