Lecks, Effizienz und Einhaltung der Vorschriften: Die neue F-Gas-Verordnung

 

Die 2006 eingeführte EU-F-Gas-Verordnung ist in der HLK&R-Branche fest etabliert. Sie regelt die Verwendung, Eindämmung und Entsorgung von fluorierten Treibhausgasen mit dem Ziel, die F-Gas-Emissionen durch den schrittweisen Ausstieg aus den teilhalogenierten Fluorkohlenwasserstoffen (HFKW) und die Verbesserung der Praktiken im Zusammenhang mit ihrer Verwendung und Entsorgung deutlich zu reduzieren.

Im Februar 2024 wurde eine neue Revision der F-Gas-Verordnung mit der Bezeichnung EU 2024/573 verabschiedet. Sie dehnt sich nun auf weitere Arten von Kältemitteln aus und setzt noch strengere Regeln für das Kältemittelmanagement durch.

Was bedeutet dies nun für die Betreiber und wie kann Ihr Unternehmen die Einhaltung der Vorschriften sicherstellen?

Was ist neu in EU 2024/573?
Die Revision der F-Gas-Verordnung von 2024 legt den Schwerpunkt stärker auf die ordnungsgemäße Überwachung, Handhabung und Wartung von Kälteanlagen. Mit anderen Worten, sie verlangt:

- Regelmäßigere Leckinspektionen und/oder ein permanentes Lecksuchsystem
- Sichere Rückgewinnung, Aufbereitung, Rückgewinnung und Zerstörung von fluorierten Gasen
- Wartung durch qualifizierte und zertifizierte Techniker

Eine spürbare Auswirkung der neuen Verordnung für Anlagenbetreiber und Anlagenmanager ist die Anzahl der erforderlichen Leckageinspektionen.

Verständnis der Anforderungen an Leckinspektionen
Die Häufigkeit der erforderlichen Leckageinspektionen hängt von drei Faktoren ab:

1) dem globalen Erwärmungspotenzial (GWP) des Kältemittels
2) der Menge des im System verwendeten Kältemittels und
3) Vorhandensein eines Leckanzeigesystems

In der Verordnung wurden Schwellenwerte je nach Füllmenge des Kältemittels und ausgedrückt in Tonnen Kohlendioxid-Äquivalent oder Tonnen CO2eq.

In der nachstehenden Tabelle sind die in HLK-Anlagen am häufigsten verwendeten Kältemittel sowie die Anforderungen an die Dichtheitsprüfung gemäß der EU-Verordnung 2024/573 aufgeführt.

Tonnen CO2-Äquivalent

Kältemittel-Typ

Gesamtkältemittelmenge

Erforderliche Dichtheitsprüfungen

Ohne LDS

Mit LDS

Weniger als 50

R410A

< 24 kg

Alle 12 Monate

Alle 24 Monate

R407c

< 28 kg

R134a

< 35 kg

R454B

< 72 kg

R513a

< 79 kg

50 - 500

R410A

24 - 239 kg

Alle 6 Monate

Alle 12 Monate

R407c

28 - 282 kg

R134a

35 - 350 kg

R454B

72 - 717 kg

R513a

79 - 792 kg

Über 500

R410A

> 239 kg

Ständiges Lecksuchsystem ist obligatorisch

Alle 3 Monate

R407c

> 282 kg

R134a

> über 350 kg

R454B

> 717 kg

R513a

> 792 kg


Die obige Liste ist nicht erschöpfend. Weitere Einzelheiten finden Sie in der F-Gas-Verordnung.

Vorteile von Leckanzeigern
Die Installation von permanenten Leckdetektoren wird von Betreibern und Anlagenmanagern immer häufiger praktiziert.

Lecküberwachungssysteme dienen der Erkennung und Lokalisierung von Kältemittelleckagen in HLK-Systemen, um schnelle Reparaturen zu ermöglichen und größere Komplikationen zu vermeiden. Die schnelle Erkennung von Leckagen ist entscheidend, um Kapazitätsverluste und Ineffizienz des Systems zu vermeiden, die zu höheren Energiekosten führen. Außerdem trägt es zur ökologischen Nachhaltigkeit bei, indem es den Austritt von gefährlichen Gasen in die Atmosphäre verhindert.

Durch den Einsatz eines permanenten Leckdetektors kann die Anzahl der erforderlichen Inspektionen um 50 % reduziert werden.

Warum dies für Anlagenbetreiber und Facility Manager wichtig ist
Die F-Gas-Verordnung betrifft Anlagenhersteller und -betreiber gleichermaßen. Die Nichteinhaltung der Vorschriften kann erhebliche Strafen nach sich ziehen, darunter Geldstrafen, die Beschlagnahme von Waren und sogar rechtliche Schritte, einschließlich möglicher Strafanzeigen.

Kältemittelleckagen sind nicht nur gefährlich für die Umwelt, sondern auch für Ihr Unternehmen. Die Verhinderung und Beherrschung von Kältemittellecks hilft Gebäudemanagern, ungeplante Ausfallzeiten und einen Anstieg der Energiekosten zu vermeiden. Daher ist es wichtig, dass die regelmäßige Wartung Ihres HLK-Systems von qualifizierten und zertifizierten Technikern durchgeführt wird.

Mit über 60 Standorten und mehr als 1.2.00 qualifizierten Technikern in der EMEA-Region, Australien und Neuseeland ist Trane in der Lage, Ihnen zu helfen, Ihre HLK-Anlagen gesetzeskonform und effizient zu betreiben. Laufen Sie mit uns!

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